Wald. Weide. Wandel
Blick auf die Alm- und Waldbewirtschaftung in OÖ
„Almen und Wälder sind keine getrennten Räume, sondern ein zusammenhängender Lebens- und Wirtschaftsraum. Wo die Alm aufhört, beginnt der Wald – und beide brauchen Menschen, die nicht nur Verantwortung übernehmen, sondern diesen Raum auch aktiv gestalten. Denn nur durch das bewusste Miteinander von Weidewirtschaft und Waldpflege bleibt unsere Kulturlandschaft lebendig und zukunftsfähig“, betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „Oberösterreichs Landwirtschaft ist seit jeher von einer engen Verzahnung dieser beiden Bewirtschaftungsformen geprägt –und das soll auch so bleiben. Denn genau dieses Zusammenspiel ist der Ursprung unserer Kulturlandschaft, die wir alle so sehr schätzen: offen, vielfältig und gepflegt. Die Almwirtschaft ist nicht nur identitätsstiftend, sondern auch ein bedeutender Faktor für Tourismus und regionale Wertschöpfung.“
Der Klimawandel, die Ausbreitung des Borkenkäfers, überbordende EU-Regulatorien – wie etwa die Entwaldungsverordnung – sowie der demografische und gesellschaftliche Wandel setzen die Alm- und Waldwirtschaft zunehmend unter Druck und gefährden gewachsene Strukturen. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger betont daher die zentrale Rolle der Bäuerinnen und Bauern – und warum es notwendig ist, diese gezielt zu stärken: „Was es heute mehr denn je braucht – auf der Alm, im Tal und im Wald – sind engagierte Bäuerinnen und Bauern. Sie sind die Gestalterinnen und Gestalter unserer einzigartigen Kulturlandschaft und des Naturjuwels Alm. Sie sind das Verbindungsstück zwischen Weide und Wald – und leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen unschätzbaren Beitrag dazu, dass das Kulturgut Alm nicht verbuscht oder verwaldet.“
Almwirtschaft: arbeitsintensiv, biodiveristätsfördernd, unverzichtbar
Almen sind nicht nur touristisch beliebte Naherholungsräume, sondern auch ökologisch wertvolle Bestandteile der heimischen Kulturlandschaft. Die extensive Nutzung durch Weidetiere fördert eine besonders hohe Biodiversität und erhält artenreiche Lebensräume.
„Die Bewirtschaftung ist jedoch arbeitsintensiv und verlangt viel Handarbeit. In Oberösterreich verhindern die Almbäuerinnen und Almbauern, dass die wertvollen Weideflächen in Berg- und benachteiligten Gebieten verbuschen, verwildern oder verwalden – eine Tendenz, die österreichweit vielerorts sichtbar ist“, schildert Langer-Weninger.
Während in anderen Bundesländern viele Hochalmen bereits aufgegeben wurden – meist aus Gründen der Verwaldung oder mangelnder Wirtschaftlichkeit – zeigt sich in Oberösterreich ein erfreuliches Bild: „Die Zahl der bewirtschafteten Almen ist mit aktuell rund 426 Almen stabil. Dies ist insbesondere dem Engagement der Abteilung Ländliche Neuordnung (LNO) zu Seite 3 verdanken, die mit gezielten Maßnahmen die Rahmenbedingungen für die Almwirtschaft verbessert“,
Michaela Langer-Weninger
Agrar-Landesrätin
Presseunterlage: 2025_07_11_PKU_Almpressefahrt
Foto: Land OÖ/Haag