Hightech im Kuhstall: Oberösterreich installiert den 1000. Melkroboter
Wie Robotik und intelligente Daten die Landwirtschaft verändern, Tiere gesünder halten und bäuerliche Familienbetriebe entlasten.
Digitalisierung im Stall
Die Milch- und Rinderwirtschaft zählt zu den tragenden Säulen der oberösterreichischen Landwirtschaft. Mit rund 550.000 Rindern und einem Anteil von knapp 30 Prozent am österreichweiten Rinderbestand ist Oberösterreich das rinderstärkste Bundesland. Rund 164.000 Milchkühe werden in Oberösterreich gemolken. Die jährlich an Molkereien angelieferte Milchmenge beträgt rund 1,2 Millionen Tonnen – das entspricht knapp einem Drittel der österreichischen Milchproduktion.
Gleichzeitig befindet sich die Branche in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Zahl der milchliefernden Betriebe sinkt kontinuierlich und lag 2025 in Oberösterreich bei 5.269. Österreichweit waren es rund 21.000 Betriebe. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung moderner, effizienter und wirtschaftlich tragfähiger Betriebsstrukturen. Automatisierung und Digitalisierung können dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Milchviehhaltung zu sichern und bäuerlichen Familienbetrieben langfristige Perspektiven zu eröffnen.
„Oberösterreich ist das Herz der österreichischen Milch- und Rinderwirtschaft. Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren nicht nur hochwertige Lebensmittel, sondern sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir unsere Betriebe bei der Modernisierung unterstützen. Denn wer heute in innovative Technik investiert, investiert in die Zukunft der heimischen Lebensmittelproduktion“, so Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Digitalisierung, Automatisierung und intelligente Datennutzung sind längst fester Bestandteil auf Oberösterreichs Bauernhöfen. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in der Milchviehhaltung: Automatische Melksysteme übernehmen zeitintensive Routinearbeiten, digitale Anwendungen unterstützen das Herdenmanagement und intelligente Sensoren liefern laufend wertvolle Informationen über die Tiere. Oberösterreich nimmt bei der Verbreitung automatischer Melksysteme österreichweit eine Spitzenposition ein. Bereits 1.000 der vom Landesverband für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung Oberösterreich (LfL OÖ) betreuten Milchviehbetriebe setzen auf Melkroboter. Insgesamt werden damit 56.380 Kühe – und somit rund 43 Prozent aller in der oberösterreichischen Milchleistungsprüfung erfassten Kühe – robotergestützt gemolken.
„Oberösterreich ist das Agrarbundesland Nummer 1 und tut was für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Landwirtschaft: Bei Innovation, Digitalisierung und Fortschritt. Mit dem 1.000. Melkroboter erreichen wir einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg. Denn die Landwirtschaft der Zukunft braucht die Erfahrung und das Wissen unserer Bäuerinnen und Bauern sowie modernste Technik. Melkroboter nehmen unseren bäuerlichen Familienbetrieben körperlich belastende Arbeit ab, schaffen mehr zeitliche Flexibilität und liefern gleichzeitig wertvolle Daten über die Gesundheit unserer Tiere. Das ist Hightech auf unseren Betrieben. Wir dürfen die Zukunft unserer Landwirtschaft nicht dem Zufall überlassen, sondern müssen sie aktiv gestalten“, betont Langer-Weninger.
„Unsere Höfe haben in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, dass sie bereit sind, neue Wege zu gehen. Die Landwirtschaft der Zukunft wird nicht weniger bäuerlich, sondern moderner. Entscheidend ist, dass wir die technischen Möglichkeiten so nutzen, dass unsere Familienbetriebe davon profitieren. Dafür braucht es neben dem Innovationsgeist der bäuerlichen Familienbetriebe auch entsprechende wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Mit dem Zukunftsfonds schaffen wir als Land Oberösterreich die entsprechenden Rahmenbedingungen um zukunftsorientierte Investitionen zu ermöglichen.“
Michaela Langer-Weninger
Agrar-Landesrätin
Presseunterlage: PKU_1000. Melkroboter
Foto: Cityfoto, Roland Pelzl







Land OÖ_Kauder
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