„Baum fällt!“
Mehr Sicherheit im Wald – Wissen, das schützt
Wald – Arbeitsplatz und Wirtschaftsmotor
Rund 500.000 Hektar Wald erstrecken sich über Oberösterreich und bedecken nahezu die Hälfte der Landesfläche. Der heimische Wald ist nicht nur ein wichtiger Erholungsraum und Klimaschützer, sondern auch ein zentraler Wirtschaftsfaktor, an dessen Wertschöpfungskette rund jeder 14. Arbeitsplatz hängt. Gleichzeitig zählt die Arbeit im Wald zu den körperlich anspruchsvollsten und gefährlichsten Tätigkeiten: Forstarbeiterinnen und Forstarbeiter sind täglich mit schweren Maschinen, scharfem Werkzeug, wechselnden Witterungsbedingungen und schwierigem Gelände konfrontiert. Besonders bei motormanuellen Arbeiten wie der Holzernte mit der Motorsäge besteht ein hohes Unfallrisiko, etwa durch unkontrollierte Fallrichtungen, herabfallende Äste oder gespannte Stämme – vor allem bei der Aufarbeitung von Sturm- und Schadholz ist daher höchste Aufmerksamkeit erforderlich.
Traurige Bilanz
Tödliche Forstunfälle betreffen Menschen aller Altersgruppen – von jungen Erwachsenen bis hin zu Personen über 80 Jahre. Auffällig ist der hohe Anteil älterer Betroffener, der zu einem vergleichsweise hohen Durchschnittsalter der tödlich Verunglückten führt. Allein das Jahr 2024 verzeichnete 43 Tote bei Waldarbeiten (fünf davon in Oberösterreich). „Eine traurige und alarmierende Bilanz, der es entgegenzuwirken gilt!“, betont LRin Langer-Weninger. Ältere Personen verfügen zwar oft über große Erfahrung, unterschätzen jedoch mitunter die körperlichen Belastungen oder arbeiten allein im Wald. Gerade das Alleinarbeiten kann im Notfall fatale Folgen haben, da sich die Alarmierung und Erste Hilfe verzögert. Landwirtschaftliche Betriebe mit Wald sollten daher anspruchsvolle oder gefährliche Arbeiten verstärkt an professionelle Forstdienstleister übergeben.
„Waldarbeit kann eine bereichernde und sinnstiftende Tätigkeit sein, die darüber hinaus aktuell einen sehr positiven Beitrag zum Einkommen leistet. Vor allem Stress und unnötige Risiken schaffen gefährliche Situationen. Viele dieser Gefahrenmomente sind vermeidbar. Nehmen wir uns die Zeit, so risikoarm wie möglich im Wald zu arbeiten.“
Michaela Langer-Weninger
Forst-Landesrätin
Presseunterlage: 2026_01_12_PKU_Forstunfälle
Foto: Land OÖ/Haag







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